Wohin-der-Wind-uns-weht-Roman-_João-Ricardo-Pedro__87cdc01c2365133005-small_148297

 
 
Dear english readers: I had unfortunately no time this week to translate this book review in the english language.

João Ricardo Pedro: O Teu Rosto Será o Último (Yours will be the Last Face I See) is

a great story about how to live the music in your heart, about Art and the sadness and beauty of life. I can highly recommended this book. If you wanna more about it. Read here

Diese Woche möchte ich mal ganz abseits der eigenen Kreativität und im Rahmen meiner Musikbegeisterung ein Buch vorstellen, welches sich hingegen der landläufigen Meinung – es sei schwierig und unverständlich geschrieben- für mich- als einen Hymne an die Musik und das Leben heraus gestellt hat.

Wohin der Wind uns weht ist der verheissungsvolle, deutsche Titel des Erstlingswerkes von dem portugiesischen Schriftsteller João Ricardo Pedro

Die Rezensionen, die ich zu dem Buch las, gingen von „das beste Erstlingswerk“ eines Autors über „lückenhafter Text, dem die Gradlinigkeit fehlt“ eine enorme Bandbreite von Meinungen also.
Ich habe den Titel bei Suhrkamp geordert, weil es in dem Roman, neben einer drei Generationen Geschichte vorallem auch um Musik, Kunst und die Auseinandersetzung damit und dem Wahnsinn des Lebens geht. 
Zum Inhalt (von Suhrkamp):
 
Duarte wächst auf umgeben von fremden Erinnerungen. Jeder Weg, jedes Haus im Ort hat schon längst seinen Platz in der Familiengeschichte. Kein Blick, ohne Spuren zu erkennen – die seines Vaters, gebrochen zurückgekehrt nach einem einzigen Abenteuer, die seines Großvaters, beseelt von dem einfachen Glück auf dem Land. Allein am Klavier kommt Duarte zu sich selbst und einer Geschichte. Doch nach und nach entpuppt sich die Verheißung der Musik als Gefahr, und Duarte droht zu verlieren, was ihm lieb ist. Erst als er die vergilbten Briefe seines Großvaters entdeckt, scheint sich eine letzte Chance zu bieten – auf Läuterung und ein still leuchtendes Lebensglück. Mit einem magischen Gespür für die Schönheiten und Widrigkeiten des Lebens hat João Ricardo Pedro ein eindringliches kleines Epos geschrieben, das drei Generationen umspannt. Einen Roman über Musik und Gewalt, über die Liebe und das Schicksal: ein poetisches Meisterwerk – bewegend, kraftvoll und rätselhaft.
 
Meinen Meinung:
 
Ich begann das Buch zu lesen, als die Stürme über Deutschland zogen und man ausser im Haus zu bleiben – sich mit nichts Anderem beschäftigen konnte.
Der Text: am Beginn etwas holprig – ob´s an der Übersetzung, oder am Schreibstil liegt, obligt mir nicht zu sagen.  
Die Geschichte von vielen Rezipienten totgesagt und als lückenhaft beschrieben, mutet für mich hingegen an, wie ein Musikstück – ohne Musik eben, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen, fast so – wie den Lieblingssong, den man immer wieder hören möchte.  
Worten der Poetik stehen neben jenen voller Rohheit, denen João Ricardo Pedro manchmal eine fast Brecht´sche Zeichensetzung entgegen setzt. In Wohin der Wind uns weht wird vordergründig die Geschichte von Duarte erzählt, der Klavier spielt, wie es kein andere tut. Geboren in der Revolution 1974 bildet er den roten Faden der Geschichte 3er Generationen der Familie Mendes. Etwas losgelöst verwebt Pedro die Geschichten seinen Vaters Antonio, Urgroßvaters Augusto und Duartes miteinander, wenn die Geschichten es zulassen, oder lässt sie unkommentiert stehen.  Was Andere stört, macht für mich – ohne den Inhalt gänzlich abschliessend mit Worten beschreiben zu können, die Würze dieses Romans aus.  Er ist unbeständig, wie die Kunst und die Musik: bewegt- zu Tode betrübt-vergänglich- traurig- grausam- tiefsinnig, ironisch, vulgär.
Viele Worte und Zeilen bleiben hängen und sind noch nicht ganz greifbar. Es bleiben Fragen – aber bleiben die nicht immer…?!
Für Freunde der Musik und Kunst und für Menschen, die nicht die stringente Erzählweise bevorzugen, ist der Roman unbedingt zu empfehlen.    
Denn die Geschichte Wohin der Wind uns weht ist, wie eine surrealistische Reise in die Musik – bei der Worte – Text und Melodie zugleich sind. 

Mehr zum Buch hier 

João Ricardo Pedro: Wohin der Wind uns weht – Roman
Aus dem Portugiesischen von Marianne Gareis

D: 18,95 € A: 19,50 € CH: 27,50 sFr

Advertisements

Ein Gedanke zu “„Nicht ich habe angefangen, Klavier zu spielen. Das waren meine Hände. Me – I haven’t started to play the piano. My hands did.“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s